Hans Fritz

Im Anfang war der Wille

Reflexion zur Evolution des Lebens 

Meteorschauer,
Protoplaneten.
Brodelnde Massen,
umkreisen Fixgestirne.
Fortentwicklung aus Urmaterie,
Hunderte Jahrmillionen
währende Konsolidation
formt Planeten.

Die Erde, ein Gestirn
unter Myriaden
von Himmelskörpern.
Tag und Nacht,
in stetem Wechsel.
Glühende Schmelze
aus Berges Schlund
strömt talwärts,
tiefe Schluchten reissend
in erkaltendes Land.
Stürme wüten,
Regenfluten
aus schweren Wolken
benetzen das Land.
Wasserläufe,
befrachtet mit Urelementen
ergiessen sich
in tiefe Gründe.
Die Ozeane
nehmen ihren Anfang.
Der Mond,
Mitgestalter
des Erdballs,
regelt die Gezeiten.

Die Zeit ist reif
für erstes Leben.
Primitive Systeme,
einfache Teilung,
Erbgut übertragen
auf Folgegenerationen.
Selbstregulation
der Lebensvorgänge.
Prinzip des Lebens
ist Vermehrung
zur Erhaltung der Art.
Konglomerate,
einzeln oder in Verbänden,
sessil oder motil.
Sinne zur Orientierung
im Lebensraum.
Organe zur Fortbewegung.

Pflanzen bedecken das Land.
Nutzen der Sonnenenergie
im Lebensprozess.
Chlorophyllsynthese.
Abgabe von Sauerstoff,
Lebensgrundlage der Tiere.
Lebensgemeinschaften,
für jede Art eine Nische.
Anpassen von Form
und Lebensweise
an den Lebensraum.
Nahrungskette.
Tiere leben von Pflanzen,
Tiere erbeuten Tiere.
Absinken toter Masse
in Meerestiefen,
ins ewige Dunkel.

Dem Meer entstiegen
erobern Tiere das Land.
Manche kehren zurück
ins nahrungstrotzende Meer.
Wälder bergen
vielgestaltige Formen,
Pflanzen, Pilze, Tiere.
Bäume und Sträucher
tragen saftige Früchte.
Bunte Blüten
bieten Nektar
Pollen tragendem Insekt.
Parasitierende Formen
befallen Wirtsorganismen.

Zeitalter der Dinosaurier.
Über hunderte Millionen Jahre
erbebt das Land
unter dröhnenden
Schritten der Giganten.
Arten werden ausgelöscht,
doch neue Formen
treten auf den Plan,
passend in neue Nischen.

Der Mensch hat die Botschaft
"nicht blindlings herrschen,
weise kontrollieren,
Eins werden mit der Natur"
nicht verstanden.
Falsche Überlebensstrategie
wirkt natürlichem Prozess
steten Wandels
im Werden und Vergehen entgegen,
vernichtet Lebensraum,
leitet ein mit Ungestüm
die Rückkehr zum Chaos,
zum Anfang aller Dinge.

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Hans Fritz).
Der Beitrag wurde von Hans Fritz auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.01.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • hansfritzgmx.ch (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Hans Fritz als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Natur" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Hans Fritz

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Fischer Schorsch von Hans Fritz (Limericks)
Wolken, die gleich Sternen wandern von Adalbert Nagele (Natur)
Männer reden.... von Norbert Wittke (Kneipenpoesie)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen