Hans Fritz

Schreiberei


Sind wir doch mal ehrlich,
Schreibgerät ist unentbehrlich,
in welcher Form es immer dient
ob gar nicht oder fein vermint.

Wie’s anfing weiss ein jeder.
Da gab’s doch eine Feder,
ursprünglich mit Gänsekiel,
dann aus Metall mit hölzern Stiel,
wenn immer auch gebraucht,
ins Tintenfass getaucht.
Es wurde jeder Federstrich
gesetzt so fein und ordentlich.
Schreiber wurden Kalligraphen
für Gemeines und Oktaven.

Als später war der Füller
der absolute Knüller,
gefüllt war die Patrone voll
mit blauer Tinte supertoll.

Dann schuf Erfindergeist ganz keck
so was wie Pädagogenschreck,
griffig, handlich und mit Biss,
doch Schriftverderber ganz gewiss.
Denn man brachte auf die Schiene
den Kugelschreiber mit der Mine.
So landete gar mancher Füll
ganz still und leise in dem Müll.

Es wäre doch wohl ganz vermessen,
die Schreibmaschine zu vergessen.
Als peu à peu verebbte Kuli-Kultur,
hielt treu Bestand die Tastatur.

Als neuzeitlichste Methode
der PC ist die grosse Mode.
Bei Bedarf geht’s im Hauruck
zum Printer rüber für den Druck.

Der Bleistift* mit der Graphitmine,
der ist noch immer aktuell,
zu notieren die Termine
in Agenda kurz und schnell.

 

*Gerät mit Bleispitzen zu Schreibzwecken gab es einst wirklich. Bei unserem ‘Bleistift’
steht das Schwermetall jedoch irrtümlich für Graphit. Dem Graphit beigemengter Ton
bestimmt den Härtegrad der Mine im Schaft aus (Zedern)holz. Der so gen. Drehbleistift
hat einen Mantel aus Kunststoff oder Metall.  

 

 

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