Heidi Schmitt-Lermann

Der 1. Advent

Der erste Advent, ach war das fein.
Er war schon ein großes Zauberwort.
Die Weihnachtszeit, die läutet er ein
und auch Kinderwünsche fort und fort.
Was muss man jetzt alles bedenken.
Man schmückt das Haus, vielleicht den Garten.
Den Lieben will man etwas schenken.
Doch muss man schon noch darauf warten.
Bei uns daheim war’s schöner Brauch,
dass wir schon lange darauf sparten.
Wir Kinder wollten doch geben auch
mit Süßigkeiten aller Arten.
Ganz heimlich kauften wir die Sachen.
Verteilten sie in ein Körbchen fein.
Früh um sechs, mit Kichern und Lachen
schlichen wir in’s Wohnzimmer hinein.
Da hing ein großes Lüsterweibchen.
Auf ihm brachten wir es oben an.
Noch im Schlafanzug und Nachtleibchen,
zwei Englein hatten Gutes getan.
Schnell zurück in unsere Betten,
denn niemand sollte etwas merken
von der Familie der netten,
wie die Kinder schuften und werken.
Als wir dann zum Frühstück kommen,
waren sie alle sehr überrascht.
Jeder hat etwas Süßes bekommen
jeder von unserer Liebe genascht
.
Da wir das jedes Jahr machten, mussten die guten Eltern
am 1. Advent immer mit dem Aufstehen warten, um
uns die Freude der Überraschung nicht zu verderben, lach.
Mutti stand Schmiere und unser Vater flüsterte, „ Sind sie
schon fertig?“ „Noch nicht ganz, aber bald“ kam dann die
leise Antwort.
Das Körbchen wurde auch immer pünktlich zum
Frühstück erst bemerkt und mit großem Hallo begrüßt.

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