Michael Hübner

Freunde fürs Leben (Teil 4)

Doch diese Strafe nahm der Syrer gerne an, weil es ihm Recht kam diesen Rabauken für ihre schändliche Tat eine ordentliche Abreibung zu verpassen. Außerdem lief seine Schreinerei so gut, das er die Geldstrafe ohne Probleme bezahlen konnte. Der Syrer kümmerte sich weiter aufopferungsvoll um das Grab des Juden und lies im Internet eine Drohung verlauten: "Wenn es nochmal jemand wagen sollte das Grab meines besten Freundes zu schänden, dann wird es ihm schlecht ergehen! Schaut euch nur die zerschlagenen Gesichter der Leute an die es gewagt haben." Von da an traute sich keiner mehr an das Grab seines Freundes heran um es zu verwüsten. So verging die Zeit und der Syrer nahm sich eine Frau. Oder besser gesagt das Schicksal brachte ihn mit seiner Frau zusammen. In einer Nacht, in der der Syrer ziellos durch die Stadt zog, hörte er plötzlich aus einer Gasse eine Frau schreien. Schnell wie der Wind eilte er in die Gasse und sah im Lichte des aufgegangen Vollmondes, zwei Männer die gerade eine Frau vergewaltigen wollten. Ohne viel nachzudenken streckte er die beiden Perversen mit gezielten Fußtritten nieder. Er erkundigte sich bei der Frau ob alles in Ordnung sei, und stellte mit Erleichterung fest das er gerade noch rechtzeitig gekommen, und ihr noch kein größeres Leid zugefügt worden war. Der Syrer rief mit seinem Handy schnell die Polizei an, die nachdem sie am Tatort ankam, die Kerle sofort in Gewahrsam nahm. Die Frau war dem Syrer natürlich unendlich dankbar für ihre Rettung und blieb mit ihm in Kontakt. Sie gingen ein paarmal miteinander aus wo sie ihm offenbarte das sie Jüdin war. Und so schloss sich der Kreislauf des Lebens um den jungen Moslem. Erst wurde er von einem Juden gerettet, und jetzt rettete er einer Jüdin das Leben. Mit der Zeit wurden die Gefühle zwischen den Zwei so stark das sie ein Paar wurden. Schließlich Heirateten der Moslem und die Jüdin und bekamen zwei wunderschöne Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Und sie erzogen ihre Kinder dazu das sie jeden Menschen so akzeptieren sollten wie er war, egal welcher Religion dieser angehört. Auch wenn sein bester Freund tot und begraben war, so vergaß der Syrer ihn nicht und er hatte für immer und ewig einen Platz in seinem Herzen.

Ende

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